Studenten und Auszubildende

Informationen für Studenten und Berufstarter

Der erste Start in eine künftige finanzielle Eigenständigkeit geht Hand in Hand mit dem richtigen Versicherungsschutz. Denn für Studenten und Azubis gelten nicht mehr in allen Bereichen die Policen der Eltern.
Auch das Thema Berufsunfähigkeit steht an, denn wer jetzt schon einsteigt kann langfristig von niedrigeren Beiträgen profitieren!

Krankenversicherung
Eine Krankenversicherung ist Pflicht. Studenten sind noch bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern versichert. Erst danach müssen sie sich selbst bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Auszubildende benötigen von Anfang an eine eigene Mitgliedschaft. Der Beitragssatz ist bei allen Kassen gleich. Allerdings können die Krankenkassen Extras anbieten, wie beispielsweise eine Bezuschussung von Sportkursen und alternativen Heilmethoden. Azubis und Studenten sollten die Leistungen genau unter die Lupe nehmen und die Wahl den individuellen Bedürfnissen anpassen.
Reist der Student oder Azubi ins Ausland, ist eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll, da der Schutz in der Gesetzlichen in der Regel nicht ausreicht. Die Policen gibt es schon ab acht Euro im Jahr. Ist ein Auslandssemester im Rahmen der Ausbildung geplant, ist ein spezieller Krankenschutz nötig. Denn die übliche Auslandsreisekrankenversicherung gilt nur für Aufenthalte bis zu sechs Wochen. Die Kosten liegen zwischen 350 und 450 Euro im Jahr.

Private Haftpflichtversicherung
Sie ist eine der wichtigsten Policen. Sie springt dann ein, wenn man anderen einen Schaden zufügt oder Sachgüter beschädigt. Da jeder für Schäden, die er anderen zufügt, in voller Höhe haftet, kann das im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin bedeuten. Studenten und Azubis sind allerdings noch gut über das Elternhaus abgesichert, vorausgesetzt die Eltern besitzen eine solche Police. Volljährige Kinder sind bis zur Beendigung der ersten Ausbildung im Vertrag der Eltern mitversichert, auch wenn sie nicht mehr zuhause leben. Erst danach müssen sie sich um eine eigene Police kümmern. Im Zweifelfalls sollten Sie beim Versicherer nachfragen.

Berufsunfähigkeit
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Studenten oder Azubi hört sich übertrieben an? Keineswegs! Denn wenn sie während ihrer Ausbildung berufsunfähig werden, bekommen sie meist keine finanzielle Unterstützung vom Staat. Je früher man einsteigt, desto günstiger sind die Beiträge und zwar langfristig. Allerdings bieten nicht alle Unternehmen gute Policen für junge Leute an. Die meisten versichern nur eine Erwerbsunfähigkeit, wovon abzuraten ist. Denn dann erhält der Versicherte nur eine Rente, wenn er gar keine ausbildende oder berufliche Tätigkeit mehr ausüben kann.
Besser ist eine Police, die Berufsunfähigkeit versichert, auch wenn der Student oder Azubis noch gar keinen ausübt. Versichert ist dann immer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Ein Azubi bekäme seine Rente dann bereits, wenn er wegen Krankheit oder Unfall seine Ausbildung nicht mehr weiterführen kann. Wichtig ist, dass man die Rentenhöhe während der Laufzeit ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen kann.

Unfallversicherung
Bei Studenten und Azubis greift der gesetzliche Unfallschutz. Auf dem direkten Weg zur Ausbildungsstätte und zurück, sind sie versichert, sollten sie durch einen Unfall invalide werden. Sollen darüber hinaus Unfallfolgen im Verkehr, im Haushalt, bei Sport und Freizeit versichert werden, ist eine private Unfallversicherung nötig.

Hausrat
Der erste eigene Haushalt ist meist nicht mit hochwertigem Mobiliar bestückt. Deshalb ist eine Hausratversicherung für Studenten und Azubis meist noch überflüssig. Sie lohnt sich wirklich nur, wenn die Neuanschaffung bei Verlust finanziell einschneidend wäre.

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